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Zahntechnik & Dentallabor

Zahntechniker

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker fertigen im Dentallabor nach zahnärztlichem Auftrag Zahnersatz, Kronen, Brücken, Prothesen, Implantatarbeiten und kieferorthopädische Geräte an, handwerklich und zunehmend digital mit CAD/CAM.

21 offene Stellen für diesen Beruf, Stand heute.

Gehalt

Was der Beruf zahlt

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.700 € 4.500 € 44.400 €

Dentallabore sind nur selten tarifgebunden, das Gehalt wird meist frei verhandelt und hängt stark von Region, Laborgröße und der Auftragslage aus Kassen- und Privatarbeiten ab. Spezialisierung auf Keramik, Implantatprothetik oder CAD/CAM sowie der Meisterbrief mit Laborleitung heben den Verdienst am deutlichsten, an Universitätskliniken gilt der TV-L.

Orientierungswerte, keine amtliche Statistik: abgeleitet aus veröffentlichten Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen, nicht selbst gemessen. Wo ein Tarifvertrag gilt, ist er die genauere Quelle. Wo keiner gilt, entscheiden Praxis oder Träger, Region, Zusatzqualifikationen und das Gespräch – und die Spanne ist dann breiter, als drei Zeilen zeigen können.

Jahresbrutto = 12 × Monatswert, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ohne Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Notdienste – die hängen am Arbeitgeber und am Dienstplan.

Gehalt in den Bundesländern

Der Beruf im Alltag

Was macht ein Zahntechniker?

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker stellen Zahnersatz und zahntechnische Geräte her. Grundlage ist der Auftrag einer Zahnarztpraxis mit Abdruck oder Intraoralscan. Im Labor entstehen daraus Gipsmodelle oder digitale Modelle, auf denen Kronen, Brücken, Inlays, Teil- und Totalprothesen, Implantatsuprastrukturen, Aufbissschienen oder kieferorthopädische Spangen gefertigt werden. Zum Alltag gehören Modellieren in Wachs, Gießen und Bearbeiten von Legierungen, Fräsen von Zirkonoxid, das Schichten und Brennen von Keramik sowie das Aufstellen von Prothesenzähnen. Ein wachsender Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt: Konstruktion mit CAD-Software, Fertigung an Fräsmaschinen und 3D-Druckern. Der Kontakt zu Patienten ist meist gering. Gelegentlich werden Zahnfarben in der Praxis bestimmt oder Einproben begleitet. Kassenleistungen rechnet das Labor nach dem Bundeseinheitlichen Leistungsverzeichnis (BEL II) ab, private Leistungen nach der Bundeseinheitlichen Benennungsliste (BEB).

Wie wird man Zahntechniker?

Zahntechniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet im Dentallabor und an der Berufsschule statt. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Viele Labore erwarten aber einen mittleren Abschluss und Interesse an Naturwissenschaften. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist kaum möglich. Fachfremde Kräfte arbeiten höchstens als Hilfskräfte, etwa im Gipsraum oder an Maschinen. Wer zurückkehrt, muss sich häufig in digitale Verfahren neu einarbeiten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit erfordert sehr feine Handarbeit, räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Auge für Formen und Farben. Gearbeitet wird überwiegend im Sitzen, oft über lange Zeit mit gebeugtem Oberkörper. Das belastet Rücken, Nacken und Augen. Beim Schleifen und Fräsen entstehen Staub und Lärm, dazu kommen Hitze an Gieß- und Brennöfen. Kunststoffe und Monomere können Hautreizungen oder Allergien auslösen, deshalb sind Absaugung und Schutzausrüstung wichtig. Die Praxen geben feste Termine für Einproben und Eingliederungen vor. Daraus entsteht regelmäßig Zeitdruck, und Überstunden vor Feiertagen oder in Urlaubszeiten sind in vielen Laboren üblich. Die Arbeitszeiten liegen dafür meist tagsüber an Werktagen. Der Verdienst ist im Vergleich zur Ausbildungsdauer und zum geforderten Können niedrig. Tarifbindung ist im Laborhandwerk selten. Das ist für viele der Hauptgrund, den Beruf zu verlassen.

Aussichten

Viele Labore suchen qualifizierte Fachkräfte, besonders mit Erfahrung in CAD/CAM, Keramik oder Implantatprothetik. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den Beruf. Einfache Arbeiten werden zunehmend industriell oder im Ausland gefertigt. Digitale Konstruktion verlangt neue Kenntnisse, eröffnet aber auch Spezialisierungen. Der wichtigste Aufstieg ist die Meisterprüfung zum Zahntechnikermeister. Das Zahntechnikerhandwerk ist zulassungspflichtig: Wer ein eigenes Labor führen will, braucht in der Regel den Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation. Weitere Wege führen in die Laborleitung, in Praxislabore von Zahnarztpraxen, zu Herstellern von Dentalprodukten in Anwendungstechnik, Schulung oder Vertrieb oder in ein Studium der Dentaltechnologie.

Aufgaben

  • Abdrücke und Scans aus der Zahnarztpraxis auswerten und Modelle herstellen
  • Kronen, Brücken und Inlays modellieren, gießen oder fräsen
  • Keramikverblendungen schichten, brennen und farblich anpassen
  • Teil- und Totalprothesen aufstellen, fertigen und reparieren
  • Implantatarbeiten und Schienen digital mit CAD konstruieren
  • Fräsmaschinen und 3D-Drucker bedienen und Werkstücke nachbearbeiten
  • Kieferorthopädische Geräte wie Spangen und Retainer anfertigen
  • Arbeiten dokumentieren und nach BEL II oder BEB kalkulieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreieinhalbjährige Ausbildung zum Zahntechniker mit Gesellenprüfung
  • Sehr gute Feinmotorik und ruhige Hand
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und gutes Farbsehen
  • Geduld und Sorgfalt bei kleinteiliger Arbeit über lange Zeit
  • Bereitschaft, sich in CAD/CAM-Software und digitale Fertigung einzuarbeiten
  • Belastbarkeit bei Termindruck und bei sitzender Tätigkeit
  • Hautverträglichkeit gegenüber Kunststoffen und Arbeitsstoffen im Labor

Arbeitsorte

  • Gewerbliche Dentallabore
  • Praxislabore in Zahnarztpraxen und kieferorthopädischen Praxen
  • Fräszentren und digitale Fertigungszentren
  • Zahnkliniken an Universitätskliniken
  • Hersteller von Dentalprodukten und Dentalhandel

Ausbildung und Weg hinein

Der übliche Weg ist die duale Ausbildung im Handwerk, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Danach kann die Meisterprüfung zum Zahntechnikermeister abgelegt werden, die Voraussetzung für die Führung eines eigenen Labors ist.

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Zahntechnikermeister

Zahntechnikermeister fertigen Zahnersatz auf zahnärztlichen Auftrag, leiten Dentallabore fachlich und wirtschaftlich und bilden aus. Die Meisterprüfung im zulassungspflichtigen Zahntechniker-Handwerk berechtigt zur Führung eines eigenen Labors.

Offene Stellen
2
Monatsbrutto
2.900 – 5.500 €

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