Zum Inhalt springen
Weitere Gesundheitsberufe

Medizinischer Technologe für Radiologie

Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie führen Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen durch, bereiten Bestrahlungen in der Strahlentherapie vor und wirken in der Nuklearmedizin mit. Sie arbeiten direkt am Patienten und tragen Verantwortung für Bildqualität und Strahlenschutz.

8 offene Stellen für diesen Beruf, Stand heute.

Gehalt

Was der Beruf zahlt

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.500 € 3.900 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.400 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.500 € 5.300 € 54.000 €

Am stärksten hängt das Gehalt am Arbeitgeber: Kommunale Kliniken zahlen nach TVöD, Universitätskliniken nach TV-L, konfessionelle Träger nach den AVR von Caritas oder Diakonie, private Klinikketten nach Haustarifen, während radiologische Praxen häufig frei verhandeln. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste sowie Rufbereitschaft kommen in Kliniken hinzu und sind in den Werten nicht enthalten.

Orientierungswerte, keine amtliche Statistik: abgeleitet aus veröffentlichten Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen, nicht selbst gemessen. Wo ein Tarifvertrag gilt, ist er die genauere Quelle. Wo keiner gilt, entscheiden Praxis oder Träger, Region, Zusatzqualifikationen und das Gespräch – und die Spanne ist dann breiter, als drei Zeilen zeigen können.

Jahresbrutto = 12 × Monatswert, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ohne Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Notdienste – die hängen am Arbeitgeber und am Dienstplan.

Gehalt in den Bundesländern

Der Beruf im Alltag

Was macht ein Medizinischer Technologe für Radiologie?

Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie, kurz MTR, arbeiten in vier Bereichen: radiologische Diagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin sowie Strahlenphysik und Dosimetrie. Den größten Teil des Alltags macht in den meisten Häusern die Diagnostik aus. MTR nehmen Patientinnen und Patienten in Empfang, klären Vorerkrankungen, Allergien oder Implantate ab, lagern sie am Gerät, wählen die Untersuchungsparameter und fertigen Röntgenaufnahmen, Computertomografien oder MRT-Serien an. Sie legen Zugänge für Kontrastmittel, assistieren bei Angiografien und Eingriffen und prüfen die Bilder auf Qualität, bevor die Radiologin oder der Radiologe befundet. In der Strahlentherapie richten sie Patienten für die Bestrahlung ein, oft täglich über Wochen dieselben Menschen mit Tumorerkrankungen. In der Nuklearmedizin gehen sie mit radioaktiven Arzneimitteln um und führen Szintigrafien oder PET-Untersuchungen durch. Die Untersuchung erfolgt auf ärztliche Anforderung; die rechtfertigende Indikation stellt die Ärztin oder der Arzt.

Wie wird man Medizinischer Technologe für Radiologie?

Der Beruf ist seit 2023 im MT-Berufegesetz geregelt und hat die frühere Bezeichnung MTRA abgelöst. Die Ausbildung dauert drei Jahre an einer staatlich anerkannten Schule, meist angebunden an ein Krankenhaus, und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Theorie und praktische Einsätze wechseln sich ab; eine Ausbildungsvergütung ist vorgeschrieben. Danach ist eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nötig, die geschützt ist. Bestimmte Tätigkeiten, vor allem die technische Durchführung radiologischer Untersuchungen, sind dem Beruf vorbehalten; die nötige Fachkunde im Strahlenschutz wird mit der Ausbildung erworben. Wer die frühere MTRA-Ausbildung abgeschlossen hat, darf weiterarbeiten. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist nicht möglich; Medizinische Fachangestellte können mit Kenntnissen im Strahlenschutz einfache Röntgenaufnahmen anfertigen, ersetzen aber keine MTR.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit verbindet Technik und Patientenkontakt. Gefragt sind räumliches Vorstellungsvermögen, Anatomiekenntnisse und Sorgfalt, weil Fehllagerungen Wiederholungen und zusätzliche Strahlendosis bedeuten. Viele Patienten sind schwer krank, verletzt oder ängstlich; im Schockraum und in der Notaufnahme muss es schnell gehen. Das Umlagern und Halten von Patienten ist körperlich anstrengend, ebenso das lange Stehen. In Kliniken gehören Schichtdienst, Nachtdienste, Wochenenden und Rufbereitschaft dazu, weil CT und Röntgen rund um die Uhr laufen. In radiologischen Praxen ist der Tag eng getaktet, mit festen Untersuchungsslots und wenig Puffer. Bei Durchleuchtung und Angiografie wird Bleischürze getragen, und der Umgang mit Strahlung verlangt dauerhafte Disziplin im Strahlenschutz.

Aussichten

MTR werden bundesweit gesucht, in Kliniken wie in Praxen; viele Häuser besetzen Stellen nur mit Verzögerung. Wachsende Untersuchungszahlen in CT und MRT und der Ausbau der Strahlentherapie halten die Nachfrage hoch. Weiterentwickeln lässt sich der Beruf durch Spezialisierung auf MRT, Interventionen, Mammografie oder Nuklearmedizin, durch die Funktion als leitende MTR oder Praxisanleitung sowie durch Studiengänge in Medizinischer Radiologietechnologie oder Medizinpädagogik. Auch Applikationsspezialisten bei Geräteherstellern kommen häufig aus diesem Beruf. Eine eigene Praxis ist nicht möglich, da Untersuchungen ärztlich angeordnet und verantwortet werden.

Aufgaben

  • Patienten aufklären, auf Kontraindikationen befragen und am Gerät lagern
  • Röntgenaufnahmen, CT- und MRT-Untersuchungen durchführen
  • Kontrastmittel vorbereiten und über venöse Zugänge verabreichen
  • Bei Angiografien und interventionellen Eingriffen assistieren
  • Patienten in der Strahlentherapie für die Bestrahlung einstellen
  • Radiopharmaka in der Nuklearmedizin handhaben und Szintigrafien anfertigen
  • Bildqualität prüfen und Aufnahmen im PACS bereitstellen
  • Strahlenschutzvorgaben einhalten, Dosis dokumentieren und Konstanzprüfungen durchführen

Voraussetzungen

  • Staatliche Prüfung nach dem MT-Berufegesetz oder frühere MTRA-Ausbildung
  • Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
  • Mittlerer Schulabschluss oder gleichwertiger Abschluss für die Ausbildung
  • Kenntnisse in Anatomie, Physik und Strahlenschutz
  • Körperliche Belastbarkeit für Lagern und langes Stehen
  • Ruhe im Umgang mit ängstlichen und schwer kranken Patienten
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten in Kliniken

Arbeitsorte

  • Radiologische Abteilungen in Krankenhäusern
  • Radiologische und nuklearmedizinische Praxen
  • Strahlentherapeutische Kliniken und Praxen
  • Universitätskliniken
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Gerätehersteller als Applikationsspezialist

Ausbildung und Weg hinein

Üblich ist die dreijährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule nach dem MT-Berufegesetz, die mit einer staatlichen Prüfung und der Erlaubnis zum Führen der geschützten Berufsbezeichnung endet. Während der Ausbildung wird eine Vergütung gezahlt. Studiengänge in Medizinischer Radiologietechnologie bieten zusätzliche Wege zur Weiterqualifizierung.

Offene Stellen: Medizinischer Technologe für Radiologie

Alle Treffer in der Suche

Verwandte Berufe

Medizinische Fachangestellte

Medizinische Fachangestellte organisieren den Ablauf in Arztpraxen und Ambulanzen, assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen und rechnen ärztliche Leistungen ab. Der Beruf ist ein dualer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.

Offene Stellen
99
Monatsbrutto
2.300 – 4.100 €

Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik

Medizinische Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik (MTL) untersuchen Blut, Urin, Gewebe und andere Proben im Labor und liefern die Messwerte, auf die sich ärztliche Diagnosen und Therapieentscheidungen stützen. Der Beruf ist durch ein eigenes Berufsgesetz geregelt und setzt eine staatliche Prüfung voraus.

Offene Stellen
7
Monatsbrutto
2.900 – 5.000 €

Operationstechnischer Assistent

Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten bereiten Operationen vor, reichen dem Operationsteam steril die Instrumente an und versorgen Patienten, Instrumente und Geräte vor, während und nach dem Eingriff. Der Beruf ist bundesrechtlich geregelt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.

Offene Stellen
14
Monatsbrutto
2.900 – 5.000 €

Hier gibt es nur die zwei Cookies, ohne die die Seite nicht läuft. Wie oft welche Seiten aufgerufen werden, zählen wir mit Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Was genau gespeichert wird, steht in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz