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Zahnarztpraxis & ZFA

Zahnmedizinischer Fachangestellter

Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren der Zahnärztin oder dem Zahnarzt bei der Behandlung, bereiten Instrumente hygienisch auf, betreuen Patienten und rechnen zahnärztliche Leistungen nach BEMA und GOZ ab. Der Beruf ist eine dreijährige duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz.

32 offene Stellen für diesen Beruf, Stand heute.

Gehalt

Was der Beruf zahlt

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €

Der Gehaltstarifvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte gilt nur, wenn die Praxis tarifgebunden ist oder der Arbeitsvertrag darauf verweist; in den meisten Praxen wird frei verhandelt. Am stärksten steigt das Gehalt mit Aufstiegsfortbildungen wie ZMP, DH oder ZMV und mit Leitungsaufgaben, an Universitätskliniken gilt der TV-L.

Orientierungswerte, keine amtliche Statistik: abgeleitet aus veröffentlichten Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen, nicht selbst gemessen. Wo ein Tarifvertrag gilt, ist er die genauere Quelle. Wo keiner gilt, entscheiden Praxis oder Träger, Region, Zusatzqualifikationen und das Gespräch – und die Spanne ist dann breiter, als drei Zeilen zeigen können.

Jahresbrutto = 12 × Monatswert, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ohne Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Notdienste – die hängen am Arbeitgeber und am Dienstplan.

Gehalt in den Bundesländern

Der Beruf im Alltag

Was macht ein Zahnmedizinischer Fachangestellter?

Zahnmedizinische Fachangestellte, kurz ZFA, arbeiten in Zahnarztpraxen, kieferorthopädischen und kieferchirurgischen Praxen sowie in Zahnkliniken. Ein großer Teil des Tages findet am Behandlungsstuhl statt: Instrumente und Materialien vorbereiten und anreichen, absaugen, Abformmaterial und Füllungswerkstoffe anmischen, Patienten während der Behandlung beruhigen und anschließend über Pflege und Verhalten aufklären. Dazu kommt die Aufbereitung der Medizinprodukte: reinigen, desinfizieren, sterilisieren, freigeben und dokumentieren. Mit den erforderlichen Kenntnissen im Strahlenschutz fertigen ZFA Röntgenaufnahmen an, wenn die Zahnärztin sie anordnet. Am Empfang vergeben sie Termine, nehmen Patienten auf, führen die Karteikarte und rechnen Leistungen nach BEMA für gesetzlich Versicherte und nach GOZ für Privatpatienten ab, erstellen Heil- und Kostenpläne und halten Kontakt zu Krankenkassen und Dentallaboren. In vielen Praxen übernehmen ZFA delegierbare Prophylaxeleistungen wie die professionelle Zahnreinigung.

Wie wird man Zahnmedizinischer Fachangestellter?

Der Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und läuft dual in Praxis und Berufsschule; die Abschlussprüfung wird vor der zuständigen Zahnärztekammer abgelegt. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, die meisten Praxen erwarten aber mindestens einen mittleren Abschluss. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich. Für den Quereinstieg gibt es keinen geregelten Weg ohne Abschluss; Wechsler aus der Medizinischen Fachangestellten- oder Pflegeausbildung absolvieren meist eine verkürzte Ausbildung oder die Externenprüfung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit am Stuhl bedeutet langes Sitzen oder Stehen in gebeugter, oft verdrehter Haltung, was auf Nacken und Rücken geht. Aerosole, Blut und Speichel bringen ein Infektionsrisiko mit sich, Handschuhe und Desinfektionsmittel können die Haut belasten. Die Taktung ist häufig eng, Verspätungen und Schmerzpatienten verschieben den Plan. Viele Patienten haben Angst vor der Behandlung, was Ruhe und Einfühlungsvermögen verlangt. Die Arbeitszeiten folgen den Sprechzeiten, Abendtermine sind verbreitet, manche Praxen öffnen samstags oder übernehmen den zahnärztlichen Notdienst am Wochenende. Hinzu kommt der Wechsel zwischen Assistenz, Hygiene und Verwaltung, der Genauigkeit bei der Dokumentation und Abrechnung voraussetzt. Der Verdienst liegt in der Grundstufe niedrig, und die meisten Praxen sind nicht tarifgebunden.

Aussichten

Zahnarztpraxen suchen bundesweit ausgebildete ZFA, viele Stellen bleiben lange offen. Das erleichtert den Wiedereinstieg nach einer Pause und den Wechsel in Teilzeit. Den Weg nach oben eröffnen Aufstiegsfortbildungen der Zahnärztekammern: die Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP) und die Dentalhygienikerin (DH) für die Prophylaxe und Parodontaltherapie, die Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV) für Abrechnung und Organisation sowie der Fachwirt für zahnärztliches Praxismanagement für die Praxisleitung. Inzwischen gibt es auch Bachelorstudiengänge in Dentalhygiene. Außerhalb der Praxis finden ZFA Stellen in Abrechnungsfirmen, bei der Dentalindustrie im Vertrieb und als Ausbilderinnen.

Aufgaben

  • Instrumente und Materialien vorbereiten und bei der Behandlung assistieren
  • Absaugen, Abformmaterial und Füllungswerkstoffe anmischen
  • Medizinprodukte reinigen, sterilisieren und die Aufbereitung dokumentieren
  • Röntgenaufnahmen auf zahnärztliche Anordnung anfertigen
  • Leistungen nach BEMA und GOZ abrechnen und Heil- und Kostenpläne erstellen
  • Termine vergeben, Patienten aufnehmen und die Behandlung dokumentieren
  • Professionelle Zahnreinigung und Mundhygieneberatung durchführen
  • Material bestellen und mit dem Dentallabor abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten
  • Kenntnisse im Strahlenschutz für das Anfertigen von Röntgenaufnahmen
  • Sicherer Umgang mit Hygienevorschriften und Praxissoftware
  • Feinmotorik und Belastbarkeit bei langem Sitzen und Stehen in Zwangshaltung
  • Einfühlungsvermögen im Umgang mit ängstlichen Patienten
  • Hautverträglichkeit gegenüber Handschuhen und Desinfektionsmitteln

Arbeitsorte

  • Zahnarztpraxen und zahnmedizinische Versorgungszentren
  • Kieferorthopädische Praxen
  • Praxen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Zahnkliniken an Universitätskliniken
  • Abrechnungsdienstleister für Zahnarztpraxen

Ausbildung und Weg hinein

Üblich ist die duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz in Zahnarztpraxis und Berufsschule, die in der Regel drei Jahre dauert. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der Zahnärztekammer und dem Abschluss als Zahnmedizinische Fachangestellte.

Offene Stellen: Zahnmedizinischer Fachangestellter

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